Christ is risen! An Easter greeting in the field

Booklet/Illustration

Description

English

This is an example of the incredible number of religious publications during the war. The energised title ‘Christ is risen!’ glosses over the hardships of life in the trenches and raises hope among the soldiers. Easter is the most important feast of the Christian faith, when Christians celebrate the resurrection of Jesus three days after his death by crucifixion. Jesus gains a new, indestructible life and Christians learn that death is not the end of life.

Authorities needed to encourage those on the battlefield that what they were doing was right. At the beginning of the 20th century, the Church still had significant power in the justification of human acts. This is why during World War One, words from the Bible and reassurances of God’s support for killing the enemy were often used in literature. A poem in this booklet reads: ‘We don’t fear half of the World. With us every soldier is a hero. In the Name of God! We will attack. The bloody work, it will be done!’

German

Kitschiger Hoffnungsschimmer…

Vier Soldaten stehen im Schützengraben, den Blick himmelwärts gewandt. Am rechten Bildrand erstrahlt die Sonne. Überschrieben ist dieses Bild mit „Christ ist erstanden!“ Dieser „Ostergruß ins Feld“ ist ein Beispiel für die ungeheure Masse religiöser Publikationen während des Krieges. Das ausdrucksstarke Titelbild trivialisiert und verkitscht das Leben in den Schützengräben – und lässt unter den Soldaten einen Hoffnungsschimmer keimen: Ostern ist schließlich das wichtigste Fest der Christenheit. Die Gläubigen feiern die Auferstehung Jesu drei Tage nach seinem Tod am Kreuz. Christus erringt dadurch ein neues, unzerstörbares Leben. Die Christen erfahren durch das Wunder der Auferstehung, dass der Tod nicht das Ende des Lebens darstellt. 

… und Vereinnahmung der Bibel

Bisweilen ist Autorität nötig, um Menschen zum Handeln zu bewegen, gerade, wenn sie schmerzhafte Aufgaben zu erfüllen haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Kirche noch eine höchst bedeutungsvolle Macht für die Rechtfertigung menschlichen Handelns. Aus diesem Grund finden wir in Publikationen des Ersten Weltkrieges häufig Bibelworte, mit denen das Töten der Feinde gerechtfertigt werden soll. Gott wird um seine Unterstützung für das – grausame – Handeln gebeten oder gar herbeizitiert. In einem Gedicht, das in dieser Oster-Broschüre abgedruckt ist, können wir lesen: „Wir fürchten uns nicht vor der halben Welt, / Bei uns ist jeder Krieger ein Held. / Im Namen Gottes! Wir greifen an, / Das blutige Werk, es werde getan.“

Full title
Christ is risen! An Easter greeting in the field
Published
1915
Format
Booklet / Illustration
Held by
Staatsbibliothek zu Berlin
Usage Terms
Free from known copyright restrictions

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